• Zielsetzung

    Das Gustav-Radbruch-Netzwerk ist eine gemeinsame Einrichtung aller Fakultäten der CAU. Es bildet eine Schnittstelle zwischen Natur-, Lebens-,  Sozial- und Geisteswissenschaften. Es stärkt die ethischen Reflexionskompetenzen und die interdisziplinäre Verständigung innerhalb der Einzelwissenschaften. Es beteiligt sich an Lehrangeboten im Bereich „Philosophie und Ethik der Umwelt“. Das Netzwerk entwickelt und koordiniert Forschungsvorhaben. Es kooperiert mit den Forschungsschwerpunkten der Universität und den Fakultätsschwerpunkten.
  • Aktuelle Veranstaltungen

  • Archiv: Veranstaltungen

  • Das Gustav-Radbruch-Netzwerk war in der Vergangenheit an folgenden Veranstaltungen beteiligt oder verwies auf diese.

  • 19.06.2014 von 10:00 bis 17:00 — Leibnizstraße 6, R. 401 Forschungstag des Gustav-Radbruch-Netzwerks
  • Flyer: Forschungstag des Gustav-Radbruch-Netzwerks

  • Alljährlich findet am Bundesamt für Naturschutz - Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm die Vilmer Sommerakademie statt. Die Sommerakademie blickt dabei auf eine lange Kooperation mit der Universität Kiel (Philosophisches Seminar) und dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zurück.


    Die Literatur war vom frühen 18. Jahrhundert bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eines der wichtigsten Medien, in denen die sich formende und in immer rascherem Wandel weiterentwickelnde bürgerliche Gesellschaft ihre Leitideen, Einstellungen, Urteile, Wahrnehmungen, Wertvorstellungen und auch ihren ‚Gefühlshaushalt' artikulierte und sich - nicht selten kontrovers - über die rationale wie die affektive Bildung des ‚bürgerlichen Menschen' zu verständigen suchte. Blickt man auf die Geschichte dieser 300-jährigen Entwicklung wird verständlich, weshalb (in Deutschland) die Literatur für die Begründung und Legitimation des Naturschutzes eine bedeutsame Rolle gespielt hat - obwohl das an den Lebensläufen der Protagonisten, an den programmatischen Texten an den organisierten Aktivitäten zunächst kaum direkt ablesbar ist. Die stark über Literatur vermittelten Einstellungen, Wahrnehmungen, Urteilsbildungen und Argumentationsmuster haben bei der Entstehung der Naturschutzbewegung und phasenweise auch später wesentlich an der Grundlegung der ‚mentalen Dispositionen' mitgewirkt, auf denen der klassische Naturschutz basierte. Für ‚den Naturschutz' heute könnte das bedeuten, von ‚der Literatur' nicht unmittelbar Unterstützung für seine politischen und praktischen Anliegen zu erwarten. Die Wirksamkeit ist, wie schon in dem erwähnten Zeitraum zuvor, viel indirekter. Die Literatur könnte die selbstverständlich gewordene Wahrnehmung und Wertschätzung von ‚Natur', die Haltung als ihr ‚Sachwalter' und ihre Schutzbedürftigkeit mit dem Mittel der Sprache befördern und unterstützen. Der Nutzen für den Naturschutz wird sich nicht sofort messen lassen. An der Beeinflussung von "mentalen Dispositionen" und Werthaltungen auch in der Gegenwart besteht aber kein Zweifel. Dies lässt sich am Werk wichtiger Personen deutlich machen. Beispielhaft seien hier Horst Stern, Jonathan Franzen und die Lyrikerin Sarah Kirsch genannt.

     

    Weitere Infos unter:

    http://bfn.de/0603_kalender.html?&no_cache=1&tx_blitzcalendar_pi1[qlist]=3&tx_blitzcalendar_pi1[uid]=31&tx_blitzcalendar_pi1[cid]=2445&tx_blitzcalendar_pi1[cmd]=single

     

  • Die Workshopreihe findet jeweils Dienstags von 18:30 bis 20:00 Uhr in der Leibnizstraße 1, Raum 106a statt. Die zugrundeliegenden Papers können bei Yogi Hendlin im Vorfeld angefragt werden. Weitere Infos unter: http://umweltethik.blogspot.de/

  • Alljährlich findet am Bundesamt für Naturschutz-Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm gemeinsam mit der Universität Kiel (Philosophisches Seminar) und dem Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen die Vilmer Sommerakademie statt. Aus dem Gustav-Radbruch-Netzwerk ist Prof. Dr. Konrad Ott an dieser bewährten Zusammenarbeit beteiligt.

    13. Vilmer Sommerakademie: Naturschutz in der demokratischen Gesellschaft

    Im Wahljahr 2013 liegt es durchaus nahe, über den Naturschutz in der demokratischen Gesellschaft etwas grundsätzlicher nachzudenken.  Gesetze des Bundes und der Länder stecken den rechtlichen Rahmen ab und bestimmen zugleich die Mitwirkungsmöglichkeiten bei Eingriffen in Natur und Landschaft. Staatliche Institutionen und Naturschutzverbände nehmen dabei ihre jeweilige Verantwortung im demokratischen System der Bundesrepublik wahr.
     
    Über die Umsetzung konkreter Maßnahmen und die Erreichung ehrgeiziger naturschutzpolitischer Ziele ist damit noch wenig gesagt. Viele im Naturschutz Engagierte beklagen, dass schon die Durchsetzung des Ordnungsrechtes ein Alltagsproblem ist. Bei größeren Eingriffen, Investitionen oder Schutzgebietsausweisungen zieht der Naturschutz oft genug den Kürzeren. Mittel- und langfristige Ziele werden eher verfehlt als erreicht. Diese Befunde nähren bisweilen Zweifel bei der eigenen Zunft, ob Demokratie und Naturschutz immer gut zusammengehen. Sie legen die begründete Vermutung nahe, dass zwischen unserem heutigen Politik- und Ökonomiemodell und einer zukunftsfähigen Nachhaltigkeits- und Naturschutzpolitik noch eine ziemliche Lücke klafft.
     
    Eine moderne, auf Weiterentwicklung ausgerichtete Naturschutzpolitik muss über die Einhaltung und Durchsetzung des Ordnungsrechtes hinausgehen. Sie wird sich aktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen müssen, der eine Schließung der oben genannten Lücke für notwendig hält und die heute gern bemühte Alternativlosigkeit bei den Handlungsoptionen nicht gelten lässt. Sie wird daher streitbar für mehr Demokratie und Nachhaltigkeit eintreten.
     
    Zugleich muss sie antidemokratischen Rezepten entschieden entgegentreten. Angesichts der Dringlichkeit und des Handlungsdrucks– z.B. beim Klimawandel oder der Energiewende– gibt es durchaus Stimmen, die Mitbestimmungsrechte einschränken wollen, eine „Öko-Diktatur“ für unumgänglich halten oder „braune Grüne“ die mit einfachen aber völkisch-rassistischen Antworten auf Stimmenfang gehen.
     
    Die Tagungsdokumentation finden Sie unter:

    http://www.bfn.de/18418.html

  • Im Wintersemester 2011/12 fand die Inauguralringvorlesungsreihe des Gustav-Radbruch-Netzwerks statt. Das Programm der Veranstaltungsreihe ist unter http://www.uni-kiel.de/ps/spezial/radbruchnetzwerk/netzwerk-programm.pdf zu finden.

  • Personen

  • Prof. Dr. Konrad Ott

    880-2822
    ott@philsem.uni-kiel.de
  • Karin Kunde

    880-3930
    kunde@philsem.uni-kiel.de
  • Robert Mill (in Elternzeit)


  • Prof. Dr. phil. Ludger Heidbrink

    880-2826
    heidbrink@philsem.uni-kiel.de
  • Prof. James Konow, Ph.D.

    880-3609
    konow@economics.uni-kiel.de
  • Prof. Dr. Elena Buyx


    a.buyx@iem.uni-kiel.de
  • Leibnizstr.4, R.113
    Telefon: +49 431 880-3483
    Telefax: +49 431 880-1650
    andre.munzinger@email.uni-kiel.de

  • Lehrangebote des Netzwerks

  • Das Gustav-Radbruch-Netzwerk für Philosophie und Ethik der Umwelt bietet keine eigenen Lehrveranstaltungen an, sondern darf freundlicherweise auf Lehrveranstaltungen anderer Einrichtungen verweisen. Bisher ist die Anrechenbarkeit von absolvierten Prüfungsleistungen in den Lehrveranstaltungen der Partner nicht zentral geregelt; Studierende müssen sich daher selber um die Anrechenbarkeit von der Prüfungsleistungen kümmern. Mittelfristig soll hierfür jedoch eine Lösung gefunden werden, die den Studierenden diesen Aufwand abnimmt.

     

    Alle aktuellen Lehrveranstaltungen sind im Univis aufgelistet.

  • Kontakt

  • Ansprechpartner des Gustav-Radbruch-Netzwerks für Philosophie und Ethik der Umwelt ist Prof. Dr. Konrad Ott.

    Anschrift: Leibnizstr. 6

    24118 Kiel
    Raum: 316
    Telefon: +49 431 880-2822
    Fax: +49 431 880-2828
    E-Mail: ott@philsem.uni-kiel.de
    Institution: Philosophie und Ethik der Umwelt
  • Quicklinks

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